Ein antikes Schaukelpferd

Wenn das Wort „Schaukelpferd“ fällt, erinnern sich gewiss noch viele an schöne Momente in ihrer Kindheit und an das besondere Spielzeug, auf dem man nicht nur sitzen, wippen, wiegen, sondern auch wild reiten konnte!

Auf Rädern oder Kufen gab es dieses Spielzeug seit alters her und bis heute in vielen Formen und Ausführungen: naturgetreue Figuren teils farbig und mit echtem Fell verziert, in Massivholz oder aus anderen Materialien.

Anfänglich wurde es hier in der Eifel aus einem Metallgerüst mit Pappmaschee angefertigt und edel ausgestattet - vorwiegend ein Kinderspielzeug reicher Familien. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde es dann jedoch auch von ärmeren Bevölkerungsschichten schlicht aus Holz (Buche, Ahorn oder Eiche) in einfacher Kufenform hergestellt.

Vermutlich ist das stilisierte farbige Schaukelpferd - zu sehen im Flur der 3. Etage - aus dem Biedermeier (1814-1845). Typisch für diese Zeit war zumeist der Verzicht auf eine modellierte Körperbauweise des Pferdes nebst Details wie Sattel, Halfter, Decke und Striegel zugunsten massiver abstrahierter Holzpferde in Kufenform. Rückenlehne, Fußstützen und Haltegriffe am Kopf des Tieres waren ebenso besondere Merkmale wie die bunte illusionistische Bemalung.

 

Kulturgeschichtliche Sammlung
aus dem Prümer Land und der Eifel
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